Das Rätselhafte an der Katze ist, warum sie sich entschieden hat, ein Haustier zu werden!

Drinnen & Draußen.

BRUSTGESCHIRR UND LEINE

Mit einer Katze muss man nicht spazieren gehen, aber man kann es! Der Vorteil gegenüber eines Hundes ist, das Sie die Spaziergänge mit Ihrer Katze, als Abwechslung bei schönem Wetter und zwischendurch machen können, und nicht zwangsläufig täglich, und bei jedem Wetter raus müssen. Aber auch wenn Sie nicht mit Ihrer Katze spazieren gehen wollen, sollten Sie ihr dennoch beibringen, ein Brustgeschirr zu tragen. Eine junge Katze gewöhnt sich recht schnell daran, und weil man ja nie wissen kann, was zwei Jahrzehnte – denn so alt ist die heutige Lebenserwartung einer Katze – so mit sich bringen, ist einmal als Jungkatze gelernt immer besser als eine spätere langwierige Gewöhnung bei einer bereits erwachsenen Katze. 


Wichtig: Um den Spaziergang für die Katze zu einer erfreulichen Abwechslung zu machen, lernt sie am besten bereits als ganz junge Katze ein Brustgeschirr mit Leine anzulegen. Besorgen Sie sich daher ein anatomisch katzengerechtes Brustgeschirr. Bei diesem liegt das Halsband seitlich vor der Schulter und nicht rund um den Hals, wo es bei abruptem Zug zu Verletzungen und zu Panik führen kann. Mit einer elastischen Leine können plötzliche Sprünge gut abgefedert werden.
Ganz wichtig: Lassen Sie Ihre Katze niemals selbst an der Leine aus der Wohnung gehen. Sie soll ein stabiles Ritual lernen, das immer mit dem Anlegen des Brustgeschirrs und dem Einsteigen in die Transportbox beginnt. Dieses Ritual verhindert, dass Ihre Katze schreiend an der Tür steht, wann immer sie spazieren gehen möchte oder einfach hinausläuft, weil sie den Weg ja kennt.
Wichtig: Bei einem Spaziergang mit Ihrer Katze geht es nicht um die zurückgelegten Strecken, sondern vielmehr um Beobachten, Beschnuppern und dem Erforschen der Umwelt. Suchen Sie sich ein ruhiges Fleckchen in der Natur oder eines Innenhofs, ohne Hunde oder anderen Gefahren und zu einer ruhigen Tageszeit und stellen Sie sich eher auf langes Herumstehen als strammes Marschieren ein. Die Transportbox sollte dabei immer in der Nähe stehen, sodass sich die Katze darin verstecken kann, falls sie Angst bekommt oder eine Gefahr droht und sie wieder nach Hause möchte.


LAUFRAD
Vor allem für sehr aktive Katzen, wie z.Bsp. den Bengalen, sind Laufräder in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen. So eine Laufrad ist nicht nur ein Hype für schräge Katzentypen, sondern tatsächlich für alle Katzen eine ausgezeichnete Möglichkeit in der Wohnung genügend Bewegung zu erhalten. Mit einem Durchmesser von ca. 1,5 Meter und einem Platzbedarf in der Breite von etwa 0,5 Meter bedarf es zwar einiges an Wohnfläche – doch schnelle Sprints von bis zu 20 km/h und Laufstrecken von 750-1500 Metern kann sicherlich keine Wohnung einer Katze bieten.
Wichtig: Gerade für kleine Wohnungen und reine Wohnungskatzen ist so ein Laufrad eine Bereicherung. Es bietet eine tolle Möglichkeit ausreichende Bewegung zu bekommen, sowie kräftige Muskeln und eine athletische Figur zu entwickeln, um auch langfristig gesund zu bleiben. Auch für die psychische Ausgeglichenheit ist regelmäßige Bewegung sinnvoll, da die Katze ihre innere Anspannung durch das Laufen, anstatt durch unerwünschte Verhaltensweisen wie z.Bsp. Harnmarkieren abbauen kann.


AUSSICHTSPLATZ ODER KATZENSICHERER AUSLAUF
Für immer mehr Katzen ist es leider nicht mehr möglich, einfach nach draußen zu gehen, in der Natur herumzustreunen und gelegentlich zum Fressen mal heimzukommen. In einer Etagenwohnung in der Stadt gibt es bestenfalls ein Fensterplatz oder einen Balkon. Aber auch in einer Vorstadtsiedlung kann auf Grund der Verkehrslage oder die dichte Verbauung mit zahlreichen Nachbarn ein Grund sein, der Katze nicht völlig unkontrolliert Freigang zu gewähren. Katzen sind zwar perfekte Ausbruchskünstler und es ist manchmal nicht so einfach, einen Garten katzensicher zu gestalten – aber es lohnt sich! ( Tipp: https://oscillot.eu/de/products/3-7-cat-proof-fence-kit )
Eine Sicherung mit Katzennetz für den Balkon und Terrasse ist Pflicht! Selbst wenn die Katze sehr gut balancieren kann ist es keine Frage, ob sie runterfällt, sondern nur, wann. Irgendwann erschreckt sie sich oder vergisst sich, weil ein Vogel vorbeifliegt – und der schlimmstenfalls tödliche Sturz in die Tiefe ist unvermeidlich. Ein sorgfältig gesicherter und katzengerechter Balkon oder eine Terrasse können einer Katzen in Wohnungshaltung aber sehr viel Lebensqualität bieten, sie kann sich sonnen oder die Umgebung beobachten.

Wichtig: Hat Ihre Katze nie die große Freiheit jenseits des Zaunes kennen gelernt, findet sie sich leichter mit diesen Grenzen ab. Je spannender und abwechslungsreicher Sie Ihren Garten gestalten, desto eher wird sich die Katze mit der kleinen Freiheit zufriedengeben. Wöchentlich gemähter englischer Rasen bietet nicht wirklich Unterhaltung für Katzen. Allerdings mit einer Wasserstelle, schönen Liegeplätzen, einigen Duftpflanzen und etwas hohem Gras kann selbst aus einem kleinen Garten ein richtiges Katzenparadies werden.